Vor 33 Jahren verschwand ein Mann in Philadelphia, der die Organisatoren des World Opens täuschte. Er nannte sich John von Neumann, war bis dato in der Schachwelt unbekannt, spielte aber mit einer Stärke, die die Aufmerksamkeit der Schiedsrichter erregte. Als dieser versuchte, den Erfolg des Unbekannten zu prüfen, verschwand der Spieler spurlos. Roger Lorenz’ Artikel entfesselt die wahre Identität von John von Neumann und seine Verbindung zum Schach im Los Alamos Labor. Der echte John von Neumann war Mathematiker und Informatiker, der in den 1940er-Jahren an der Entwicklung der ersten Computertechnologien arbeitete. Seine Schachtheorien, insbesondere die Anwendung von Spieltheorie auf strategische Entscheidungen, prägten die moderne Schachanalyse. Die Verbindung zu Los Alamos entstand durch seine Arbeit an der Manhattan Project, wo er mit Kollegen wie Stanislaw Ulam und Edward Teller zusammenarbeitete. Lorenz betont, dass von Neumanns Schachstil – kühle Berechnung und unerbittliche Dominanz – seine wissenschaftliche Methode widerspiegelte. Die Geschichte des verschwundenen Spielers bleibt ein Rätsel, doch die Spuren von Neumanns Einfluss sind unverkennbar. Sein Erbe lebt weiter in der Schachwelt, wo seine Theorien bis heute diskutiert werden.