Soenke Maus gewann 1989 in Lugano in einer theoretisch relevanten Variante in 19 Zügen gegen Dr. Robert Hübner. Die Partie gilt als Meilenstein in der Öffnungstheorie. Maus, geboren am 11. Juni 1967 in Bad Schwartau, war in den 1980er-Jahren Deutschlands größter Hoffnungsträger. Doch 1995 beendete er seine Karriere und wechselte zur Meeresforschung in Norwegen. Seine berühmteste Partie zeigte, wie er mit einem ungewöhnlichen Spielplan den Sieg erzwang. Die Variante, die er damals spielte, wird bis heute diskutiert. Maus’ Karriere war kurz, aber prägnant. Er verließ den Schachbrett, um in der Wissenschaft zu arbeiten. Doch seine Beiträge zur Öffnungstheorie bleiben. Die Partie gegen Hübner bleibt ein Beispiel für kreative Schachstrategie. Sein Tod im letzten Jahr hat die Schachwelt erneut auf seine Arbeit aufmerksam gemacht.