Die FIDE-Ethik- und Disziplinarkommission (EDC) hat im Fall des ehemaligen Weltmeisters Vladimir Kramnik eine Entscheidung gefällt. Die Verfahren wurden aus Anzeigen der FIDE-Management-Board und der FIDE-Fair-Play-Kommission ausgelöst, die sich auf eine Serie öffentlicher Äußerungen und soziale Medienposts von Kramnik konzentrierten. Dabei wurden unter anderem GM David Navara und der verstorbenen GM Daniel Naroditsky genannt. Die EDC, eine unabhängige Richterinstanz innerhalb der FIDE, arbeitet ohne Einflussnahme durch den Präsidenten, das Management-Board oder andere gewählte Organe. Die Entscheidung folgt einer umfassenden Prüfung der Vorwürfe. Kramnik wurde vorgeworfen, in seinen Statements Grenzen überschritten zu haben. Die Kommission verurteilte die Äußerungen als unangemessen, doch keine Sanktion wurde verhängt. Kramnik betonte in einer Stellungnahme, er habe seine Meinung frei geäußert. Die Entscheidung unterstreicht die FIDEs Bestrebung, ethische Standards zu wahren, ohne jedoch in die Privatsphäre der Spieler einzudringen. Die Ergebnisse könnten Auswirkungen auf zukünftige Verfahren haben.